12.08.2019

Marina

Was fymio-Nutzer über die neue Richtlinie PSD2 wissen müssen

Als Drittanbieter greifen wir auf deine Kontoumsatzdaten zu und sind somit, wie alle Banken und FinTechs, von der EU-weiten Zahlungsdienstrichtlinie betroffen. Was das konkret bedeutet erklären wir dir hier.

Mit unserer fymio-App kannst du einfach deine Finanzen und Verträge verwalten. Damit wir die notwendigen Informationen bekommen, greifen wir auf dein Bankkonto zu und werten diese Kontoabbuchungen intelligent für dich aus. Lange Zeit gab es hierfür keine übergreifenden und klaren Regeln zur Verwendung dieser Daten sowie zu den technischen Abläufen.

Doch nochmal von vorne. Woher kommt die PSD2 und was hat das mit fymio zu tun?

Die zweite EU-Zahlungsdienstrichtlinie (Payment Services Directive II, kurz PSD2), die ab Mitte September 2019 in Kraft tritt, ersetzt und erweitert die bestehende Zahlungsdienstrichtlinie der europäischen Union. Ziel ist es, den gesamten Zahlungsverkehr im europäischen Raum für den Verbraucher bequemer und sicherer zu machen sowie die Daten der Kunden besser zu schützen und gleichzeitig den Wettbewerb zu fördern und zu regulieren.

Wer zukünftig auf deine Daten zugreifen darf, bestimmst nach der PSD2 nur noch du selbst und nicht mehr deine kontoführende Bank. War vor PSD2 die Weitergabe deiner Onlinebanking PIN durch deine kontoführende Bank per AGB verboten, kannst du jetzt einem Dritten (wie z.B. fymio) Zugriff auf deine Daten gewähren um dessen Dienste zu nutzen. Ohne die Zustimmung eines Kunden, dürfen also keine Dritte mehr auf die Daten von Kunden zugreifen. Eigentlich super sinnvoll und längst überflüssig.

Wer auf Kontodaten zugreifen möchte, braucht die Erlaubnis der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht). Erst mit dieser Erlaubnis ist es überhaupt möglich einen Dienst wie fymio anzubieten. Zusätzlich werden noch zwei unterschiedliche Typen unterschieden: Die Zahlungsauslösedienste (stoßen Zahlungsverkehr für den Kunden an) und die Kontoinformationsdienste (analysieren Kontoabbuchungen für den Kunden). Wir als fymio sind beides, sowohl Kontoinformationsdienstleister als auch Zahlungsauslösedienstleister (wegen unser Funktion „Ziele“)

Halt. Stopp! Und was ändert sich jetzt für mich?

Die technische Umstellung der Schnittstelle bedeutet erst mal für uns viel Aufwand, davon merkst du aber noch gar nicht viel. Du kannst dich weiterhin mit deinem gewohnten Passwort bei fymio anmelden. Kniffliger wird es dann bei der Aktualisierung oder Anbindung deiner Konten. Leider gibt es bei der PSD2 viel Interpretationsspielraum und so können Banken auch unterschiedliche Anforderungen definieren. Du wirst sehen, dass du nach der Angabe deiner Log-in-Daten für das Onlinebanking zukünftig noch einen weiteren Sicherheitsfaktor (TAN) eingeben muss. Deine Bank kann entscheiden, ob sie bei jedem Zugriff diesen Code abfragt oder nur alle 90 Tage. Es kann also auch sein, dass du bei unterschiedlichen Konten unterschiedlich oft bzw. auf unterschiedliche Art und Weise den TAN aktualisieren musst. Leider haben wir darauf keinen Einfluss. Du kannst diesen TAN entweder direkt bei uns in der App eingeben z.B. per SMS oder Push-TAN oder du musst deine Zustimmung im Onlinebanking deiner Bank bestätigen.

Auf einen Blick:

  • Es kann sein, dass du deine Onlinebankingdaten erneut in fymio eingeben musst
  • Zusätzlich wird ein zweiter Sicherheitsfaktor als Zustimmung von dir benötigt
  • Je nach Bank kann der zweite Sicherheitsfaktor unterschiedlich ausfallen, z.B. kann es eine Push-TAN sein, aber auch eine Bestätigung des Zugriffs in einem Onlinebanking ist möglich. Auf die Methode deiner Bank haben wir keinen Einfluss.

Aber keine Angst das klingt jetzt alles komplizierter als es ist, die Maßnahmen garantieren dir mehr Datenschutz und Sicherheit im digitalen Banking. Wir versuchen es dir so leicht und selbsterklärend wie möglich zu machen. Wenn du Fragen hast oder vorab mehr Informationen benötigst melde dich gerne bei uns unter service@fymio.de.